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Evangelische Kirchengemeinde Wallroth-Breitenbach-Kressenbach

1948 - da waren viele von uns noch nicht geboren. 1948 - gab es noch keinen Bundestag. 1948 - sang Theo Lingen: der Theodor, der Theodor, der steht bei uns im Fußballtor! 1948 - im Dezember sagten zwei Breitenbacher „Ja“ zueinander: Elisabeth (93) und Hans (95) Müller.DSC09840


Mit einer besonderen Andacht zum Fest der Gnadenhochzeit konnten beide den 70. Jahrestag ihrer Eheschließung feiern. Am 4.12.1948, dem Barbaratag, hatten Sie sich im Wallrother Standesamt das Ja-Wort gegeben und anschließend dies Ja vor Gott und seiner Gemeinde in der Kirche wiederholt. Während aus den Kirchenbüchern hervorgeht, dass damals die Väter der Brautleute als Zeugen, wie man sie damals brauchte, zugegen waren, waren beim Fest jetzt die Kinder Hans-Wilhelm und Ilse mit Familien anwesend. Das Paar freut sich über zwei Enkel.
Ein besonderer Gast war die damals älteste Breitenbacherin Elisabeth Jost. Die Schwester des Jubilars, die leider im gesegneten Alter von 97 Jahren vor Weihnachten starb, nahm als einzige Zeitzeugin der Hochzeit damals mit Freude am Dank- und Abendmahlsgottesdienst teil.
Pfarrer Eisenbach sprach zum Trauspruch der Eheleute: „Denn Gott, der da sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben.“ (2. Korinther 4)
Außerdem überbrachte er die Segenswünsche der Landeskirche, sowie des örtlichen Kirchenvorstands, dessen Mitglied Hans Müller im Amt eines Kirchenältesten ist. Hans Müller war in vielen Ämtern auch innerhalb der Kirche und im Kirchenkreis aktiv, ist weiterhin Kirchen- und Friedhofsrechner seiner Kirchengemeinde. Für dies Engagement war er bereits vor einiger Zeit mit der Elisabethmedaille der Landeskirche ausgezeichnet worden.
Beim anschließenden Beisammensein wurde auch über die so ganz anderen Zeiten vor 70 Jahren gesprochen. Man hatte noch kein Auto (wie das Jubelpaar 1948 nach Wallroth kam, lässt sich nicht mehr genau rekonstruieren) und die Straßen noch keine Namen. Besonders weit hatten es beide Jubilare aber nicht zueinander: Sie stammten aus den Häusern mit Hausnummern 63 und 65½.
Liebe Eheleute Müller - herzlichen Glückwunsch und Gott befohlen!
Marie und Stefan Eisenbach