Dass der Lebensraum für Insekten immer kleiner wird, ist kein Geheimnis. Dass das Bienensterben bedrohlich sein kann für die ganze Menschheit und das Artensterben zunimmt, sensibilisiert viele Menschen für diese Themen.
Gut, wenn Kinder sich möglichst früh damit auseinandersetzen und ein Gespür für Insekten und die Natur als Lebensraum entwickeln. In unserem Kindergarten, der als evangelische Einrichtung auf dem Hintergrund des biblischen Auftrags die Schöpfung zu bebauen und zu bewahren (1. Mose 1,28 mit 1. Mose 2,15) auch mit den Waldtagen und vielen weiteren Aktionen den Kindern einen Zugang zu Schöpfungsthemen öffnet, wurde daher ein Insektenhotel aufgestellt.
Wie? Brauchen Insekten denn jetzt wirklich schon ein Hotel? Nein, bei einem Insektenhotel handelt es sich um einen kleinen Unterschlupf und Nisthilfe für Insekten. Hier können einzelne Exemplare ungestört Lebensraum finden und zugleich gut beobachtet werden. Vom Schmetterling, über Marienkäfer bis zu unterschiedlichen Fliegen können dort verschiedenste Insekten beobachtet werden. Daher auch die unterschiedlichen Materialien in den „Hotelzimmern“: Zapfen, Bambusstäbe, hole Pflanzenstängel und andere Naturmaterialien. Und natürlich ist auch ein kleines Schmetterlingshäuschen vorhanden.
Ermöglicht hat die Anschaffung des Insektenhotels Cölestin Huhn vom gleichnamigen Garten- und Landschaftsbaubetrieb in Wallroth, der das Haus spendete. Während die Kindergartenkinder sonst gerne zum Betrieb am Rosenhof kommen, um mit Cölestin Huhn aktiv zu werden, war er zur Übergabe des Hauses in den Kindergarten gekommen und konnte den interessierten jungen Beobachtern einiges über das Thema berichten. Pfarrerin Eisenbach dankte auch im Namen der Kirchengemeinde als Trägerin der Einrichtung für die Unterstützung des Kindergartens.

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(Wir verzichten auf die Veröffentlichung von Bildern aus dem Kindergarten und machen solche Bilder unkenntlich.)

Zurück zur Quelle, denn nur tote Fische schwimmen mit dem Strom! Zurück zur Quelle hieß es auch für sechs Konfirmierte des Jahrgangs 1994, die am 2. Juni das Fest ihrer silbernen Konfirmation in der Kirche in Breitenbach feierten. Pfarrerin Eisenbach erinnerte in ihrer Predigt an Psalm 36, der Gott als Quelle des Lebens beschreibt. Im Gottesdienst bekamen die „silbernen Konfirmanden“ den Segen Gottes als Quelle neuer und guter Lebenskraft erneut zugesprochen.
Vor 25 Jahren hatte Pfarrerin Paul-Göttnauer (heute: Schulpfarrerin in Steinau) die Konfirmation in der Vakanzzeit gestaltet. Schon am Abend vor dem jetzigen Jubiläum hatten sich die Teilnehmer im Landgasthof Weining zusammengefunden und gemeinsam Erinnerungen geteilt und ausgetauscht, was sich in 25 Jahren doch alles geändert hat.
Gleich geblieben ist Gottes Bund, der für die Jubilare auch weiter treu und fest besteht.
Am Gottesdienst wirkten Bettina Röder (Organistin) und der Liederkranz Breitenbach mit, unter anderem mit „Bete, Gott hört“ und „Give thanks“. Beides gute Mottos für diesen Festtag und jeden Tag.k DSC 0373

Was hat eine Wurst mit einer Taufe zu tun? Nichts, werden Sie im ersten Moment sagen. Stimmt aber nicht ganz, meinte Pfarrer Eisenbach und nahm die Wurst als Metapher für eine Sache, die bekanntlich zwei Enden hat.

Viele andere Dinge haben nur ein Ende, z. B. ein Urlaub, ein Arbeitstag usw. Aber die Wurst hat zwei, wie es sprichwörtlich heißt: „Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat, na sie wissen schon!“
Was hat aber kein Ende? Die Liebe sollte kein Ende haben. Der Taufspruch von Letizia Gringmuth, die während des Himmelfahrtsgottesdienstes in unsere Gemeinde und damit die weltweite Kirche aufgenommen wurde, lautet:

„Die Liebe hört niemals auf."

Paulus schrieb diesen Satz in seinem ersten Brief an die Korinther (1. Korinther 13,8).
Bei wunderbarem Frühsommerwetter versammelte sich ein große Anzahl Gemeindeglieder am Vereinigungsplatz, um diesen schönen Gottesdienst zu feiern. Leider war der Posaunenchor aufgrund von Krankheiten nicht spielfähig, so dass Pfarrer Eisenbach zwei Aufgaben erfüllen musste: Die Liturgie zu leiten und zu predigen sowie bei den Liedern die Elektroorgel zu spielen. Neben dem Tauflied „Ich bin getauft auf deinen Namen“ sang die Gemeinde frühlingshafte Kirchenlieder z. B. „Wie lieblich ist der Maien“ und „Geh aus mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit“.

Gerhard Ohly

Konfirmation Kressenbach

„Redet und schweiget nicht!“ Diesen Satz der Apostelgeschichte zusammen mit dem berühmten Wort Jesu „Ihr seid das Salz der Erde“ verband Pfarrerin Eisenbach zu einer mutmachenden Konfirmationspredigt. Gott schenke Lebenskraft, aus der Menschen ihr Leben frei und verantwortlich gestalten können. Es sei sogar der Auftrag eines jeden Christenmenschen, sich einzumischen und die Stimme gegen die Schieflagen in der Welt zu erheben.
So wurde in der Wallrother Kirche am 5. Mai neun Jugendlichen der Segen Gottes am Konfirmationsfest zugesprochen und am 12. Mai feierten drei weitere Konfirmanden dieses besondere Fest in der Kirche Kressenbach.
In gewohnter Weise stimmten die Chöre New Spirit und Calypso sowie der Posaunenchor in das Lob Gottes zu diesem Fest ein. Die Gottesdienste wurden von Mitgliedern des Kirchenvorstandes mitgestaltet, Eltern beteiligten sich bei Fürbitten und Christina Weinl-Dörr und Marlies Wunderlich sprachen für den Kirchenvorstand.

main 740507 640Am 16.04.2019 machten sich die Kinder der Igelgruppe auf den Weg nach Frankfurt in das Kunstmuseum Städel. Dort angekommen gab es erst mal nach der langen Busfahrt ein Frühstück. Anschließend erkundeten wir zusammen mit einer Museumspädagogin einige Bilder, die der Zeit der Moderne zugeordnet werden können.
Wir schauten uns das Bild „Französischer Obstgarten zur Erntezeit“ von Charles Francois Daubigny an. Das Bild stellt einen Mann und eine Frau bei der Apfelernte dar. Die Kinder erarbeiteten zusammen mit der Museumspädagogin, dass es am frühen Abend gemalt wurde und warum es einen Esel auf dem Bild gibt.
Danach schauten wir uns das Bild „Die Krocketpartie“ von Eduard Manet an. Dort erkannten die Kinder, dass dieses Bild sehr unruhig gemalt wurde im Gegensatz zu dem ersten Bild. Zum Schluss betrachteten wir das Bild „Das Mittagsessen“ von Claude Monet. Monet malte dieses Bild 1868 und wollte es 1870 bei der Ausstellung im Pariser Salon einreichen. Es wurde jedoch abgelehnt. So fand 4 Jahre später die erste Ausstellung der Impressionisten im Atelier des befreundeten Fotografen statt.
Die Kinder erfuhren, dass die Künstler der Moderne ihre Leinwand, Pinsel und Farben immer an den Ort brachten, wo sie die Bilder malten und auch genau die Szenen malten, die sie zu diesem Zeitpunkt sahen.
Danach gingen wir in das Atelier des Museums und durften dort mit Pastellölkreide unsere eigenen Gemälde malen. Wir durften auch mit den Kreiden und Farben experimentieren.
Es hat den Kindern und den Erzieherinnen sehr viel Spaß gemacht. Der Ausflug war ein gelungener Tag für uns alle und unser besonderer Dank gilt dem Förderverein für die Unterstützung der Unternehmung!

(Bild: Bild von 445693 auf Pixabay)

KiGa„Handwerkerärmel machen – und los!“. So begann ein ungewöhnlicher Theatervormittag mit „Frau Sternenstaub“, einer Theaterpädagogin aus Büdingen.
Und nun sitze ich vor meinem Computer und überlege angestrengt, auf welche Weise ich es schaffe, Ihnen die überaus zauberhafte Atmosphäre dieser Prinzessinnengeschichte zu vermitteln. - Es war dunkel. Niemand redete. Wir durften keine Fotos machen während der Aufführung. Es gab maximal drei Darsteller auf der Bühne (inklusive der handgefertigten Puppen). Die Worte, die die Geschichte ausmachten, wiederholten sich oft. Alte Wörter tauchten auf und wurden erklärt. Die Hauptdarstellerin, ein von Frau Sternenstaub geführtes Püppchen, eher Pippi Langstrumpf als Glitzermädchen, hatte unausgesprochen das Alter der Kinder. Die Handlung traf genau deren Erlebniswelt. – Ich könnte darüber noch viel mehr erzählen, aber eigentlich müssten Sie das Stück und dessen Zauber miterleben.
Frau Sternenstaub (Jutta Muth) band die Kinder von zwei bis sechs Jahren von Anfang an in die Geschichte ein, sei es als Mitarbeiter beim Aufbau der Kulissen oder als Darsteller diverser Charaktere.
Anspruchsvoll schien zunächst die Dauer der Theateraktion: von morgens halb neun bis mittags um viertel vor zwölf mit nur einer dreiviertel Stunde Frühstückspause. Zum Glück hatten die Kindergarteneltern für ein opulentes Buffet gesorgt, an dem sich alle stärkten.
Die „Handwerkerärmel“ (bis über die Ellenbogen hochgeschobene Pulloverärmel) haben sich übrigens bei den Kindern bis in den Alltag hinein gehalten, egal, ob es ums Händewaschen oder ums Arbeiten geht.

Bettina Muth

k DSC 0369Seit vielen Jahren ist es Tradition: Der Kressenbacher Osterbrunnen! Nun wurde die Staffel vom bisher ausführenden Team des Frauenkreises weitergegeben. Pfarrerin Eisenbach dankte den Frauen für ihr Engagement mit Blumen und einem Gruß der Kindergartenkinder, vor allem, weil es sich um den wohl einzigen Osterbrunnen handelt, der die Osterfreude mit echten, handbemalten Eiern verkündet. Besonders gedankt wird den Eheleuten Marianne und Klaus Firnges, die den Osterbrunnen (und auch den Erntedankbrunnen) wesentlich unterstützten. Dank geht auch an die Frauen, die dieses Jahr für den Osterbrunnen sorgten.
Auf unserem Bild fehlen Anna Leipold, Irma Schreiber, Anni Flach

Unsere Kinderfreizeit 2019!

Kinderfreizeit Titel

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Wir freuen uns auf eine schöne Freizeit!


Wer war eigentlich dieser Jesus?

Diese und andere Fragen zu Jesus, die sich die 15 Konfirmandinnen und Konfirmanden auf der Freizeit gestellt hatten, brachten die Jugendlichen nun in Ihren Vorstellungsgottesdienst ein und begaben sich auf Spurensuche. Dabei wurde schnell deutlich: oft haben wir ein ganz bestimmtes Bild von Jesus, sehen wir ihn durch eine bestimmte Brille: Jesus, der Auferstandene, Jesus, der Wunder tut, Jesus, der heilt, Jesus, der am Kreuz stirbt usw. So gibt es zu Jesus viele verschiedene Facetten und doch bleibt unser Bild von ihm immer auch geheimnisvoll, bruchstückhaft - wie ein Mosaik.
Aus diesem Grund hatten die Jugendlichen ein über 3 Meter großes Holzkreuz mit 7 Mosaikbildern gestaltet – je ein Bild für je eine Facette Jesu, angefangen bei Jesus als Mensch (Symbol: Krippe) bis hin zu Jesus, dem Auferstandenen (Symbol: of­fenes Grab). In die über 10.000 verarbeiteten Mosaiksteinchen setzen die Jugendlichen auch Spiegelsteine, denn unser Blick auf Jesus betrifft auch uns, hält uns immer auch einen Spiegel vor.
Eindrucksvoll enthüllten die Jugendlichen im Gottesdienst nach und nach die einzelnen Facetten des Mosaikkreuzes, indem sie je eine biblische Person auftreten ließen, die von Ihren Erfahrungen mit Jesus berichteten. Da erlebten die Gottesdienstbesucher etwa den blinden Bartimäus, dem Jesus neue Lebensperspektiven eröffnet, oder etwa auch Zachäus, der durch Jesus Gemeinschaft mit Gott und den Menschen erfährt, den verlorenen Sohn, der Gottes Liebe durch Vergebung erfährt oder auch Maria Magdalena, die von der Hoffnungslosigkeit angesichts des Todes im Auferstandenen Jesus neue Hoffnung und neues Leben erfährt.
In Verbindung zu den sieben Facetten Jesu brachten die Jugendlichen die sieben „Ich-bin-Worte“ Jesu aus dem Johannesevangelium. Sieben große Plakate hatten sie dazu auf der Freizeit gestaltet, die sie nun im Gottesdienst an langen Bahnen im Altarraum herabrollen ließen.
Am Ende des Gottesdienstes war allen, die mitfeierten, klar: diese Jugendlichen sind sprachfähig über ihren Glauben geworden! Und auch musikalisch macht diese Gruppe keinem etwas vor: In zwei kurzen Proben war die Konfi-Band gegründet, die den Gottesdienst musikalisch bereicherte. Es spielten: Lea Heil (Trompete), Leon Eckart (Cajon), Levin Eckart (Klavier), Lasse Zinkand (Klavier), Merle Raschka (Gitarre), Max Hodum (Gitarre), Marie Eisenbach (Gitarre), Stefan Eisenbach (Klavier). Und die ganze Gruppe sang „Jesus in my house“.
Nach einem vergnüglichen „Making Off“ mit Bildern von der Freizeit, durch das Pfarrer Eisenbach im Anschluss an den Gottesdienst führte, luden die Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihren Eltern zu einem Imbiss auf den neu gestalteten Kirchenvorplatz ein. Ein geselliger und kulinarischer Abschluss bei strahlendem Sonnenschein!

k DSC 0360Ein Schiff nimmt Fahrt auf

Am Sonntag Okuli fand in der Kirche in Hintersteinau der Begrüßungsgottesdienst des neuen Konfirmandenjahrgangs statt.

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Neun Jugendliche (davon 7 aus Breitenbach) machen sich in diesem Jahr gemeinsam auf den Weg in die Konfirmandenzeit und wurden von den Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern der Kirchengemeinden Hintersteinau und Wallroth-Breitenbach-Kressenbach sowie Pfarrerehepaar Eisenbach herzlich begrüßt.
Die Jugendlichen haben sich den Besuchern mit „Namenskarten“, die zusammengesetzt ein Schiff ergaben, vorgestellt. Am Tag zuvor hatte bereits der erste Konfirmandentag zum Thema Gottesdienst stattgefunden. Das war quasi das erste Zusammenkommen der neuen Gruppe.
Während der Predigt von Pfarrerin Eisenbach hieß es dann aber nicht nur gut zuhören, sondern auch „Mitmachen!“. Denn die Pfarrerin hatte an alle Papiere ausgeteilt, aus denen zuerst ein Schiff gebastelt wurde. Ein Knick später war aus dem Schiff ein Haus, dann ein Taufkleid geworden und zwei abgerissene Ecken später entstand ein Kreuz. Taufe, Haus, Kreuz und Schiff - es ging um die Gemeinschaft. Gemeinschaft in der neuen Gruppe, Gemeinschaft der Kirche und Gemeinschaft mit Gott.
Alle Jugendliche bekamen eine Lutherbibel für die Konfirmandenzeit sowie ein kleines Schiff geschenkt, das zuvor im Taufbecken schwamm.

 

Der Gottesdienst wurde von Marius Möller an der Orgel und dem Chor Calypso aus Kressenbach/Uerzell (Leitung: Alexander Jacobi) musikalisch mitgestaltet.
Herzlich Willkommen!

 

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Auf ein gelungenes und erfolgreiches Jahr 2018 konnte der Förderverein des Ev. Kindergartens in Wallroth auf seiner Jahreshauptversammlung zurücksehen. Mit einem außergewöhnlichen Investitionsvolumen im Sandspielbereich unter anderm durch das Einbringen einer neuen Vogelnestschaukel für Kinder unter drei Jahren, der Unterstützung des 20-jährigen Kindergartenjubiläums und den vielen schon zur Tradition gewordenen Aktivitäten des Vereins zum Wohle der Kinder war das vergangene Jahr ein besonderes. Außerdem konnte der Verein sich anlässlich des Kindergartenjubiläums über mehrere Spenden freuen, die so ihre gute Verwendung fanden getreu dem Leitmotto des Vereins: "Es geht um unsere Kinder". Natürlich war auch das seit langem etablierte und vom Vorsitzenden Sven Pöttgen gewürdigte Schwimmen der Kinder unterstützt worden sowie Fahrten zu Museen und Theater. Aber auch 2019 ist bereits ein Erfolgsjahr für den Verein. Drei verdienten Mitgliedern des Vorstands, die aus diesem ausschieden, konnte für ihr langjähriges Engagement gedankt werden: Christiane Triebensky, Ilka Larbig und Bettina Leipold. Und zugleich fanden sich mit Susanne Mittag (Breitenbach, stv. Kassenwartin), Jens Neumann (Wallroth, stv. Schriftführer) und Christoph Geschwindner (Kressenbach, Beisitzer) neue Vorstandsmitglieder. Mit Blumen dankte Sven Pöttgen als Vorsitzender im Namen des Vereins den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern. Pfr. Eisenbach überbrachte neben den Grüßen und dem Dank der Ev. Kirchengemeinde auch die des Ev. Kindergartens, vor allem der Kinder, welche Bilder für die ausscheidenden und neuen Vorstandsmitglieder auf Leinwänden gestaltet hatten. - Alle waren sich einig: Das Wirken des Fördervereins ist segensreich und lohnend - für unsere Kinder!

KN Karnevalistischer Gottesdienst fch

Nicht um die Wurst, aber um den Fisch ging es im Karnevalsgottesdienst in Wallroth. Genau 111 Besucher von Schlüchtern bis Freiensteinau fanden sich zum gemeinsamen Gottesdienst um 18:11 Uhr ein. Im Gottesdienst, der vom ersten bis zum letzten Satz gereimt war, legte Pfarrer Eisenbach das biblische Buch Jona aus. Und das nicht nur in theologischer Hinsicht, sondern auch mit ganz praktischem Fischwissen, das über den biblischen Bericht hinausging (denn in manchem ist die Bibel, obwohl man sucht, nicht so penibel), etwa rund um Labskaus oder die Länge eines Walfisches. Die Möglichkeit zur Umkehr wurde am Beispiel Jonas und Ninives deutlich. Umkehr, zu der der klare Blick auf die Dinge gehört, wie ihn der Karneval mit einem lachenden Auge wagt und die Kirche im Vertrauen auf Gott. Mit einigem Lachen und Nachdenken wurde im Gottesdienst etwas lebendig von der Freude über die Barmherzigkeit und Gnade Gottes, wie sie das Buch Jona erzählt.
Und apropos lebendig: So richtig lebendig wurde der Gottesdienst durch die vielen Mitwirkenden: Martin Schäfer sang zur Gitarre unter anderem das Vaterunser und ein besonderes Lied für die Wellbloo vom Narr. Aktive des Karnevalsvereins übernahmen Lesungen und luden nach dem Gottesdienst zum Sekt. Die Orgel spielte mangels Organist Pfarrer Eisenbach und wer beim Orgelvorspiel genau hinhörte, der hörte schon beim einstimmenden „Nun danket alle Gott“ ein wenig vom Narhalla Marsch.
Mit besten Wünschen der Kirchengemeinde für eine erfolgreiche Kampagne vor dem Segen endete ein heiterer Gottesdienst. Pfr. Eisenbach wunderte sich dann aber doch, dass alles geklappt hatte:
vor allem wo er doch jetzt mit Frau und Kindern,
wohnhaft ist zwischen lauter Spätzündern.