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Evangelische Kirchengemeinde Wallroth-Breitenbach-Kressenbach

885 – 900

Erwähnung des „Cressunbach“ in einer Grenzbeschreibung des fuldichen Kirschspiels Salmünster

 

Cressunbach, heute Kressenbach, ein kleiner Bach (heute leider in ein Rohr verbannt) entspringt auf den Wallröther Höhen, der Wasserscheide zwischen Weser und Rhein.
Der Bach ist Namensgeber des Dorfes.

720 – 752

Gründung des Klosters Schlüchtern; Annahme, dass Kressenbach in der gleichen Zeit entstanden ist.

1167

Erste urkundliche Erwähnung einer Kirche in Kressenbach; sie gehörte zum Kirchspiel Schlüchtern und wurde von den dortigen Benediktinermönchen gottesdienstlich betreut.

1567

Einbruch in der Kressenbacher Kirche: In den Klosterbüchern finden wir folgende Notiz: „die Nachbarn rügen, dass nächst vergangenen herbst (Herbst 1566) ihnen einer in die Kirchen gebrochen, einen Schrank geöffnet, den Chorrock und anderes genommen.“

1602

Ernennung des Kirchenglöckners zum Schulmeister: Erste Schule im Dorf

1615

Die alte Kirche, die anfangs möglicherweise nur eine alte Kapelle auf dem Gelände des heutigen Friedhofes war, muss zu dieser Zeit schon stark reparaturbedürftig gewesen sein. Der damalige Pfarrer Feilinger hatte daher 1615 den Neubau von Kirchen in Kressenbach und Elm bei der seit 1563 bestehenden Aufsichtsbehörde (Consistorium) beantragt. Vermutlich aus Kostengründen kam es nicht dazu.

1617

k-P1090157Erwähnung des neuen Springbrunnens unter den Linden. Dieser Springbrunnen, die so genannte „Pfingstschüssel“ (der Legende nach das ehemalige Taufbecken in der Kirche) dominiert heute den im Jahre 2004 gestalteten Dorfplatz vor der Kirche.

1862

Abriss der alten Kirche am Friedhof wegen Baufälligkeit; einige Kressenbacher holten sich Steine zum Ausbessern ihrer Gebäude oder Gartenmauern. Die Mauerstümpfe waren noch sehr lange sichtbar. Aber auch in der neuen Kirche wurden Steine verbaut.

01.10.1865

k-P1090155Einweihung der neuen Kirche am heutigen Standort.
Die aus heimischem Bruchsandstein erbaute Kirche hat eine Größe von 242 qm, sie ist ein Saalbau mit Rundbogenfenstern in 3 Achsen. Daran schließt sich ein dreiseitiger Chor an. Der zweigeschossige Fassadenturm mit Spitzhelm und Wetterhahn ist 5,80 m x 3,70 m groß. Heute hängen 3 Glocken im Turm.

2007

Sie sehen die Kirche eingerüstet: Die Zeit fordert ihren Tribut. Das Dach zwischen Kirchenschiff und Turm ist undicht: die Anschlüsse müssen repariert werden. In der Decke sind einige (wenige) Balken morsch; sie werden erneuert. Danach ist alles wieder in Ordnung und die Kirche wird hoffentlich noch viele Jahrhunderte der Gemeinde als Gotteshaus dienen.

2018

Neuer Glockenstuhl in Kirche Kressenbach
Fotogalerie: hier